Samstag, 14.09.2024

08:00 - 09:30

Hörsaal 4 CC

S414

Delir in der Notaufnahme

Symposium der AG Demenz & Delir

Das Delir stellt eine akute lebensbedrohliche Organdysfunktion des Gehirns dar, welche für Betroffene weitreichende Folgen haben kann. Ein Großteil der älteren Krankenhauspatienten wird über die Notaufnahme stationär aufgenommen. Auch in der Notaufnahme erfüllen bis zu 35% der Patienten die Kriterien eines Delirs, wobei die hypoaktive Form des Delirs bei weitem überwiegt. Sehr kritisch ist zu sehen, dass bis zu 80% der Delirien in der Notaufnahme nicht erkannt werden. Studien zeigen, dass wenn ein Delir in der Notaufnahme nicht erkannt wird, zudem die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es auch bei Aufnahme auf Station nicht identifiziert wird. Auch bei Patienten, die von der Notaufnahme ohne stationäre Aufnahme wieder entlassen wurden, zeigte sich eine erheblich höhere Mortalität, wenn das Delir in der Notaufnahme nicht identifiziert wurde. Somit hat die Notaufnahme eine Schlüsselrolle im Sinne einer auf ältere Menschen zugeschnittene Versorgung, die die hohe Vulnerabilität und das erhöhte Delirrisiko berücksichtigt. Das Symposium „Delir in der Notaufnahme“ dient zum einem dazu den Hintergrund und die Fakten zusammenzufassen, als Argumentationshilfe, um im Krankenhaussetting Ressourcen zur Delirerfassung und Delirprävention einzusetzen. Zum anderen soll es Impulse zu setzen, wie in der kritischen Versorgungstruktur der Notaufnahme interdisziplinär interdisziplinär vorgegangen werden kann, um eine strukturierte Delirerfassung zu etablieren und Maßnahmen daraus abzuleiten.

Moderation: T. Zieschang, Oldenburg; J. Trabert, Frankfurt a. M.

08:00
CAM ganz einfach: CAM-OL interprofessionell entwickelt für die Notaufnahme - Einsatz auf Station im Vergleich zum Nu-DESC
S414-1 

M. Röpkes, T. Stuckenschneider, T. Zieschang; Oldenburg

08:20
Delir Risikoerfassung
S414-2 

C. von Arnim; Göttingen

08:40
Kognitionsscreening zur Identifikation Delir-gefährdeter Patienten in der Notaufnahme
S414-3 

F. Möhring, S. Schütze, J. Trabert; Frankfurt a. M.

 
Diskutant
 

A. Rösler, Hamburg

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