Programm
Details
Moderation: H. Frohnhofen, Düsseldorf
Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Beschwerden bei geriatrischen Patient:innen und haben einen erheblichen Einfluss auf Lebensqualität, kognitive Leistungsfähigkeit, Mobilität und Sturzrisiko. Altersbedingte Veränderungen der Schlafarchitektur, Multimorbidität sowie Polypharmazie erschweren sowohl die Diagnostik als auch die Therapie. Ziel dieses Workshops ist es, einen praxisnahen Überblick über die Abklärung und Behandlung von Schlafstörungen im höheren Lebensalter zu vermitteln.
Ein Schwerpunkt liegt auf der strukturierten Erfassung von Schlafproblemen mittels standardisierter Fragebögen (u. a. Pittsburgh Sleep Quality Index, Epworth Sleepiness Scale, Insomnia Severity Index). Deren Aussagekraft, Grenzen und geriatriespezifische Limitationen – insbesondere bei kognitiven Einschränkungen – werden kritisch diskutiert. Ergänzend werden Hinweise zur weiterführenden Diagnostik gegeben.
Im therapeutischen Teil werden evidenzbasierte Behandlungsansätze vorgestellt. Neben allgemeinen Maßnahmen und schlafhygienischen Empfehlungen liegt der Fokus auf verhaltenstherapeutischen Interventionen als Therapie der ersten Wahl bei Insomnie im Alter. Darüber hinaus werden medikamentöse Therapieoptionen einschließlich Nutzen-Risiko-Abwägung, Nebenwirkungen und Besonderheiten bei geriatrischen Patient:innen erläutert.
Der Workshop richtet sich an Ärzt:innen, Psycholog:innen, Therapeut:innen und Pflegefachpersonen in der Geriatrie und angrenzenden Fachdisziplinen und soll dazu beitragen, Schlafstörungen im Alter differenziert zu erkennen und sicher sowie leitliniengerecht zu behandeln.
Hinweis:
Eine Teilnahme an Workshops ist nur mit einer Anmeldung zum Kongress möglich.


