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Linda Deißler erhält Bethesda Forschungspreis für neue Erkenntnisse zum Hydratationsstatus geriatrischer Patienten
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Der mit 1.000 Euro dotierte Bethesda Forschungspreis des Wissenschaftsforums Geriatrie (WfG) geht in diesem Jahr an Dr. med. Linda Deißler (re.), ehemalige Doktorandin an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg und jetzt Assistenzärztin am LMU Klinikum München (Arbeitsgruppe Geriatrie Prof. M. Drey). Ausgezeichnet wurde sie für die prospektive Beobachtungsstudie „Hydration Status in Geriatric Patients – Subjective Impression or Objective Parameter? The Hydr-Age-Study“. Als Erstautorin widmete sie sich zusammen mit ihrem Forschungsteam der wichtigen Frage, wie sich zuverlässig feststellen lässt, ob ältere Patientinnen und Patienten ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind. Denn gerade bei dieser Patientengruppe können Multimorbidität, Polypharmazie und kognitive Einschränkungen die Beurteilung erschweren.
„Viele klassische klinische Zeichen – etwa trockene Schleimhäute oder der Spannungszustand der Haut – sind bei älteren Menschen kein verlässlicher Indikator für deren Hydratationsstatus. Mit unserer Arbeit konnten wir zeigen, dass hingegen das Auftreten einer trockenen Haut in der Achselhöhle sowie die Ultraschalluntersuchung der unteren Hohlvene zuverlässigere Methoden sind“, erklärt die stolze Preisträgerin. Ihrer Dissertation war ein veröffentlichtes narratives Review vorausgegangen, in dem Deißler die vorhandene Evidenz zur Beurteilung des Hydratationsstatus systematisch aufarbeitete.
Die Forschungsarbeiten entstanden in Hamburg unter Betreuung von PD Dr. Alexander Rösler und Prof. Ulrich Thiem. „Diese Kombination aus einem für den Praxisalltag hochrelevanten Thema und einer extrem gut durchgeführten wissenschaftlichen Arbeit hat uns überzeugt. Genau das brauchen wir in der Geriatrie“, würdigt Jurymitglied Prof. Olaf Krause (li.). Die neuen Ergebnisse könnten dazu beitragen, die Beurteilung des Flüssigkeitshaushalts in der Geriatrie künftig stärker zu standardisieren. Außerdem soll die Arbeit dazu motivieren, das eigene diagnostische Vorgehen stets zu hinterfragen, um somit auch bei solch scheinbar einfachen Fragen, wie dem Flüssigkeitshaushalt, evidenzbasiert klinische Entscheidungen zu treffen.
- Original-Publikation:
Deissler L, Janneck M, Wirth R, Fierenz A, Thiem U, Rösler A.
Hydration Status in Geriatric Patients-Subjective Impression or Objective Parameter? The Hydr-Age-Study.
Nutrients. 2025 Sep 30;17(19):3129
Foto: Michael Frietsch


