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Wort vom DGGG-Kongresspräsident Prof. Wahl zum zweiten Kongresstag
Programm
Liebe Kongressteilnehmende und Kolleg:innen,
sind Sie auch so begeistert wie ich? Über 1.100 Anmeldungen konnten wir bereits am ersten Kongresstag zählen – das ist neuer Rekord! Aber nicht nur die Zahlen sprechen für sich, auch die große inhaltliche Qualität.
Angefangen beim Grußwort durch Prof. Andresen, Vizepräsidentin der Goethe-Universität. Als Jugendforscherin zog sie die wichtige Verbindung zum Alter und fand ebenso gelungene Worte zur Kongresseinleitung wie Prof. Oswald und PD Dr. Schütze. Die Frankfurter Alternsforschung gab bereits am Mittwoch einen beeindruckenden Einblick in ihre vielfältigen Aktivitäten. In dem hochkarätigen Symposium ging es beispielsweise darum, wie die Einwilligungsfähigkeit bei Demenz optimiert werden kann und warum das Wohnen in den eigenen vier Wänden möglichst lange höchste Priorität haben sollte.
Die Biologin Prof. Slagboom aus den Niederlanden zeigte in ihrer spannenden Keynote mit hochwertigen Studien, was grundlegende Bioindikatoren wie Proteine oder genetische Konstellation mit tatsächlichem Verhalten zu tun haben – und stellte einen neu entwickelten Biomarker vor, der leicht in die Praxis integriert werden könnte. Der Philosoph Prof. Höffe aus Tübingen fokussierte sich in seinem Festvortrag auf unterhaltsame Weise auf die „gewonnenen Jahre“ des Alterns für die Gesellschaft. Eine wie ich finde sehr unterstützenswerte Perspektive, die von einem produktiven, ressourcenorientierten und differenzierten Altersbild ausgeht. Das passt auch gut zu dem, was Staatssekretärin Bahr in ihrem Grußwort sagte. Leider gelingt es offensichtlich noch nicht, diese Perspektive ausreichend in die gesellschaftliche Kommunikation zu bringen – das muss sich ändern!
Ich freue mich sehr, dass am heutigen Donnerstag auch unser Nachwuchs, die neu gegründete Junge Gerontologie ihren Platz bekam. In einem gemeinsamen Forum mit der Jungen Geriatrie setzte sie sich damit auseinander, wie Einsamkeit aus einer methodenübergreifenden Perspektive verstanden werden kann. Ich wünsche der Jungen Gerontologie alles Gute für ihre zukünftige Arbeit!
Heute Abend steht auch die DGGG-Mitgliederversammlung an – und morgen können wir Ihnen unter anderem den neuen President-elect verraten.
Bis dahin wünsche ich Ihnen weiterhin viel Inspiration und Austausch auf diesem tollen Gemeinschaftskongress!
Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Hans Werner Wahl


