Grußworte

Grußwort der Kongresspräsidenten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Corona Pandemie hat die Organisation unserer Tagung auch dieses Mal wieder vor große Herausforderungen gestellt. So mussten Zeit und Ort leider nochmals neu geplant werden. Inzwischen hat die Pandemie auch der breiten Öffentlichkeit eindrücklich vor Augen geführt, was Resilienz und Vulnerabilität im Zusammenhang eines solchen Infektionsgeschehens bedeuten. Auch wenn diese beiden Begrifflichkeiten vielleicht nicht jedem in der Bevölkerung geläufig sind, so haben sich doch alle mit der Frage auseinandersetzen müssen, warum es anfangs gerade ältere Menschen so hart getroffen hat. Dadurch ist auch für den medizinischen Laien spürbar geworden, was Vulnerabilität eigentlich bedeutet und dass diese nicht nur ein theoretisches Konstrukt darstellt. Vulnerabilität kann sich auf jeder Ebene - vom sozialen Kontext bis zur Zelle - äußern. Dieses Thema ist der Gerontologie und Geriatrie als Dreh- und Angelpunkt quasi in die Wiege gelegt. Dabei ist es naheliegend mit der Vulnerabilität nicht nur das Defizitmodell im Blick zu haben, sondern diesem auch die Ressourcen, die Resilienz ausmachen, gegenüberzustellen. In diesem Spannungsfeld bewegt sich sowohl die Gerontologie als auch die Geriatrie. Daher war es naheliegend diese antipodischen Geschwister auch einmal als Kongressmotto auszuwählen. Viele Disziplinen haben einen besonderen Blickwinkel auf das Verständnis dieser beiden Konzepte und es ist an der Zeit, diese Perspektiven zusammenzutragen und den eigenen Blick auf Resilienz und Vulnerabilität zu erweitern.

Die gemeinsame Tagung von Gerontologen und Geriatern aus den drei deutschsprachigen Ländern bietet in diesem Sinne ein einzigartiges Forum für einen solchen interdisziplinären Austausch, auf den wir uns bereits jetzt sehr freuen.

Wir laden Sie sehr herzlich nach Frankfurt ein!

Prof. Dr. Andreas Simm
Kongresspräsident der DGGG

Prof. Dr. Rainer Wirth
Kongresspräsident der DGG

Grußwort des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein für den Gerontologie- und Geriatrie-Kongress in Frankfurt

Herzlich begrüße ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Gerontologie- und Geriatrie-Kongresses in Frankfurt. Veranstaltungen wie diese leisten einen wertvollen Beitrag zur fachlichen Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch und damit auch zu einem modernen und leistungsstarken Gesundheitssystem.
Hessen bietet beste Voraussetzungen für eine gute medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger. Solche Voraussetzungen zu schaffen ist eine der zentralen Aufgaben des Staates und der Akteure im Gesundheitswesen. Dazu gehört auch, sich immer wieder neuen Anforderungen zu stellen. So ist etwa eine Gesellschaft mit immer mehr älteren Menschen eine Auswirkung des demographischen Wandels, die auch die Medizin vor besondere Herausforderungen stellt. Gerade die Gerontologie und Geriatrie gewinnen mit dieser Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Wie komplex die Behandlung der besonders vulnerablen älteren Menschen ist, führt uns die Pandemie aktuell eindringlich vor Augen.
Umso wichtiger ist es, dass so viele Medizinerinnen und Mediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Gerontologie- und Geriatrie-Kongress nach Frankfurt kommen, um über Herausforderungen und Chancen ihrer Fachgebiete zu sprechen. Ich wünsche ihnen allen einen erfolgreichen und bereichernden Austausch und eine schöne Zeit in Hessen.

Boris Rhein
Hessischer Ministerpräsident